Topbild1 info@max-fellermeier-schule.de
Topbild2 Home
Weltkinderlachen JAS LITCAM_LOGO SoR Mensa Neuötting Werbeagentur Frankfurt

Apfelbäume zur Erinnerung an Pfarrer Aigner gepflanzt – Die Klasse 4c war dabei (29.10.2010)

Zum 125. Geburtstag von Pfarrer Korbinian Aigner, einem der Wiedergründer des Bayerischen Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege, wurden bayernweit Bäume und Gedenksteine durch die Kreisverbände und Ortsvereine aufgestellt. Im Landkreis Altötting erfolgten Pflanzungen in Neuötting, Tüßling, Burghausen, Kirchweidach und Unterneukirchen.



Wir, die Klasse 4c der Max-Fellermeier-Volksschule, wurden von Herrn Waxenberger, dem 2. Vorstand des Gartenbauvereins Neuötting, zu dieser Pflanzaktion eingeladen. Natürlich freuten wir uns sehr über die Einladung und informierten uns vorab über die Geschichte und Hintergründe des „Korbiniansapfels“. Am Freitag, den 29.10.2010, war es dann soweit. Wir wanderten zu der kleinen Parkanlage am Bärenbachspielplatz. Dort wurden wir schon herzlich von Herrn Waxenberger und der 1. Vorsitzenden des Gartenbauvereins, Frau Wirnharter, empfangen. Zusammen mit dem Bürgermeister, Herrn Haugeneder, und dem 1. Vorsitzenden des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege Altötting e.V., Herrn Jetz, sprach sie die Grußworte.


Herr Jetz erklärte den Schülern ausführlich viele interessante Dinge zur Pflanzung von Apfelbäumen und zur Person Korbinian Aigner bevor er, Herr Haugeneder und andere Mitglieder des Gartenbauvereins das richtige Anpflanzen des Apfelbaumes demonstrierten. Gespannt schauten die Schüler zu, wie die Männer und Frauen, ausgerüstet mit schweren Hämmern und Spaten, vorzeigten, wie man einen Baum zwischen mehreren Haltepfählen einsetzt. Nachdem der Baum fest im Boden verankert und ausreichend bewässert worden war, sprachen die Verantwortlichen noch abschließende Worte.



„Wenn ihr später eigene Kinder habt und einmal in diesem Park spielen geht und von dem Baum einen Apfel esst, erinnert ihr euch vielleicht an diesen Tag“, wandte sich zum Schluss Herr Waxenberger schmunzelnd an die Schüler. Am Ende bekamen alle einen Apfel und ein süßes Apfelgebäck geschenkt, was die Kinder natürlich besonders freute.

Fazit: Es war eine gelungene Aktion am letzten Schultag vor den Allerheiligenferien, bei der die Schüler der Klasse 4c für die Natur sensibilisiert wurden und erfreulicherweise auch viele Eltern teilnahmen. Einfach ein tolles Erlebnis!

 

Informationen zu Korbinian Aigner:

125 Jahre wäre Korbinian Aigner in diesem Jahr alt geworden - und das Gedenken an den Apfelpfarrer aus Hohenpolding prägt das Verbandsleben heuer deutlich. Zeitlebens füllte Aigner seine Leidenschaft für den Obstbau aus und wirkte nach dem zweiten Weltkrieg als Wiedergründer und Vorsitzender des Landesverbandes.

Neben dem Obstbau war Aigner auch sehr an der Tagespolitik interessiert. Gerade in seinen Predigten bezog er eindeutig Stellung und wehrte sich gegen den Nationalsozialismus. Als standhafter Gegner ging er für seine Überzeugungen sogar ins Konzentrationslager und fand selbst dort Wege, sich weiter mit dem Obstbau zu beschäftigen. Im Oktober 1941 wurde er nach Dachau verlegt und dort im Priesterblock untergebracht. In Dachau leistete er seine Zwangsarbeit hauptsächlich in der Landwirtschaft.

Aus Apfelkernen zog er heimlich Bäumchen, die er zwischen den Baracken pflanzte. Sogar die Züchtung neuer Sorten gelang ihm trotz widriger Umstände: Die Sorten KZ-1, KZ-2, KZ-3 und KZ-4 - die bis heute existierende Sorte KZ-3 wurde im Jahr 1985 zum 100. Geburtstag Aigners nach ihm benannt.

Vor diesem Hintergrund findet im Oktober 2010 flächendeckend in Bayern eine landesweite Apfelbäumchen-Pflanzaktion statt, die von den Kreisverbänden für Gartenbau und Landespflege getragen wird. Dabei werden Korbiniansapfelbäumchen gepflanzt und mit einer Gedenktafel versehen, die an die herausragende Persönlichkeit Korbinian Aigners erinnern soll.