Topbild1 info@max-fellermeier-schule.de
Topbild2 Home
Weltkinderlachen JAS LITCAM_LOGO SoR Mensa Neuötting Werbeagentur Frankfurt

Depression verstehen (16.11.2017)

AOK-Schul- und Kinotour gastierte in Neuötting und Waldkraiburg

„Depression verstehen“ – das war das Motto der AOK-Schul- und Kinotour, die am 15.11. in der Region Inn-Salzach Halt machte. Pünkt-lich um 8 Uhr startete an der Max-Fellermeier-Schule in Neuötting die Schultour. Kinderbuchautorin Claudia Gliemann las insgesamt 160 Schülern aus dem Buch „Papas Seele hat Schnupfen“ vor. Alois Starflinger, Leiter der Altöttinger AOK-Geschäftsstelle, erläutert: „Auch Kinder und Jugendliche können an Depression erkranken. Weitaus häufiger kommt diese Altersgruppe allerdings mit dem Thema in Berührung, wenn ein Familienangehöriger betroffen ist.“ Das trifft - Statistiken zufolge - in Deutschland auf 2-4 Millionen Kinder zu. Oft dauert es sehr lange, bis die Eltern bemerken, dass sie krank sind, es sich eingestehen und Hilfe holen. „In unserer Gesellschaft sind psychische Krankheiten noch immer mit einem Stigma belastet. Die AOK-Schultour soll ein Beitrag zur Entstigmatisierung des Themas sein und Kindern zeigen, dass sie nicht alleine sind in ihrer Situation und dass es ganz viele andere Kinder gibt, denen es ganz genauso geht wie ihnen“, sagt Claudia Gliemann.


Den Kindern hat die Lesereise sehr gut gefallen, auch wenn die Geschichte einigen emotional sehr nahe ging. „Das Stück war traurig und aber auch schön“, so die Kinder. Es ist wichtig, das Thema an den Schulen zu bearbeiten“, sagt Rektorin Josefine Mayer. Besonders die schönen, aber auch sehr emotionalen Lieder, die die Autorin vor und auch mit den Kindern sang, trugen dazu bei, dass die Mädchen und Jungen sich sehr gut in die Geschichte hinein versetzen konnten. „Wir werden auf alle Fälle mit dem Buch und den Materialen von Claudia Gliemann weiterarbeiten, um den Kindern zu vermitteln, dass man mit psychischen Erkrankungen offen umgehen und Hilfe erhalten kann“, erklärt Anja Zehentreiter, Jugendsozialarbeiterin an der Schule. Beide dankten der AOK für die Organisation und Finanzierung von Tour, Lesebüchern und Lehrermaterialien.


Am Abend gastierte dann die AOK-Kinotour in Waldkraiburg. Die Besucherzahl übertraf alle Erwartungen. „Wir sind wegen der vielen Anmeldungen bereits zwei Mal in einen größeren Kinosaal gewechselt“, erklärt AOK-Fachbereichsleiter Dieter Trost, der durch den Abend führte. Und auch die 200 Plätze im Saal 2 waren bis auf den letzten Platz besetzt, als um 18 Uhr der Film „Die Mitte der Nacht ist der Anfang vom Tag“ startete. Der Film handelt von zwei an Depression erkrankten Menschen und einer betroffenen Familie. Der Filmemacher, selbst Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, begleitet die Hauptpersonen ein ganzes Jahr hautnah.

Danach stellte der Leiter der Selbsthilfegruppen Mühldorf und Burghausen, Rudolf Starzengruber, die Einrichtung vor und lud alle Betroffenen ein, zu einem der Treffen zu kommen. Informationen zu den Gruppen gibt es im Internet unter www.aok-selbsthilfenavigator.de. Infos zur Kinotour finden sie auf www.aok.de, Suchbegriff „Kinotour“.


Bei der AOK-Schultour (v. l.): Alois Starflinger, Leiter der AOK-Geschäftsstelle Altötting, Sabina Jasic vom AOK-Schulservice, Claudia Gliemann, Schulsozialpädagogin Anja Zehentreiter, Rektorin Josefine Mayer und Konrektor Christian Schneider



Hilfe für Betroffene: Der Leiter der regionalen Selbsthilfegruppen Rudolf Starzengruber (links) und AOK-Fachbereichsleiter Dieter Trost gaben bei der AOK-Kinotour Auskunft.